Die Theater-Handpuppe

 

Die Handpuppe ist eine alte Spielfigur aus dem Repertoire des Figurentheaters. Hierzu gehören u.a. auch Marionetten, Tischfiguren und Klappmaulpuppen.

 

Vielen ist die Handpuppe aus dem Kasperletheater ihrer Kindheit bekannt oder sie ha­ben diese beim Besuch eines Figurentheaters neu oder wieder entdeckt. 

 

Jung und alt erfreuen sich an der Erfahrung beim Bau und Spiel einer Handpuppe.  Es haben auch Theoretiker, Analytiker oder Praktiker ihre Scheu überwunden und mit Begeisterung festgestellt, dass sie beim Entwerfen und Bauen ihres eigenen, indivi­duellen Handpuppen-Charakters viel Spaß haben. Hier darf man als Erwachsener wieder Kind sein und als Kind zu den Großen gehören. Ob nun jung und alt, getrennt oder zusammen: Das  Gemeinsame ist, dass jeder jede Rolle spielen darf. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ob nun traditionelle Charaktere entstehen oder ganz skurrile Wesen aus einer anderen Welt. Alles ist umsetzbar.

 
 
 
Der Aufbau des Workshops
 
Kunst- und Theaterpädagogik im Arbeitspro­zess.

 

Beim Arbeitsablauf des Bauens werden kognitive und motorische Prozesse geschult. Ebenso werden die Sinne und Fantasie angeregt. Dazu kommt, dass das Bearbeiten des Weichschaumstoffs mit einer Schere nicht nur eine Herausforderung ist, sondern auch einen meditativen Einfluss haben kann. In diesen zwei Stunden ist zu beobachten, dass z.B. der Schüchterne mutig wird, der Klassenclown sehr konzentriert bei der Sache ist, der Schnelle geduldig war­ten muss oder anderen hilft, und das auch der Langsamste zu einem tollen Ergebnis kommt. Hinzu kommt das positive Erfolgserlebnis – Jeder hat seine eigne ganz individuelle Handpuppe gebaut.

 

Beim Spiel wird die Handpuppe zu einem Medium, dass den Spielenden viele fantasievol­le Ausdrucks- und Spielräume ermöglicht. Die Handpuppe ist Vermittler hinter der sich der Spieler verbergen kann. Hier darf auch das Kind frei agieren, Dinge tun und sagen, die es sonst nicht dürfte. Es ist auch ein seelischer Freiraum, in dem sich ungezwungen bewegt werden darf. Das bin ja nicht ich, der da etwas erzählt, sondern die Handpup­pe.

 

Über diesen Weg des Handpuppenbaus und -spiels, entdeckt sich eine Klasse, Gruppe neu.

 



 

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© Inken Kirkerup